Die 1960er: 10 Jahre Eleganz

Kein Jahrzehnt brachte so viele Veränderungen und keines war so plötzlich und grundsätzlich verschwunden wie die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die 60er Jahre sind ikonografisch. Das liegt daran, dass Medien, Kunst und Marketing so stark verschmolzen wie nie zuvor. Dadurch sind die 60er Jahre sehr visuell. Jeder hat bei diesem Thema seine eigenen Bilder vor Augen.

Nicht alles war gut. Aber vieles war ziemlich gut. Schauen wir uns das im Einzelnen mal an und überlegen wir, was wir davon in den Alltag der Gegenwart retten können.

Mode: Mit Schirm und Charme

Bis Mitte der 60er Jahre musste das Knie der Dame bedeckt sein, man hielt es angeblich für nicht ästhetisch. Die 60er Jahre machten damit Schluss und benannten die entsprechende Erfindung passenderweise den Minirock.

In den 60er Jahren war jede Sekretärin besser gekleidet als heute eine Prinzessin. Jeder Mann konnte wie ein Gentleman auftreten. Was können wir davon in die Gegenwart herüberretten? Männer haben es einfach, sie können auch heute noch einen Anzug wie ein Gentleman tragen. Die entsprechende Geisteshaltung sollte verinnerlicht werden, sonst wird man dich womöglich fragen, wo du den Anzug entwendet hast.

Und die Damen? Nur Mut, meine Damen!

Autos: Der Tankwart ist mein bester Freund

Du brauchst eine Garage. Du brauchst Geld. Du brauchst einen Automechaniker, der sich mit der Marke auskennt. Ansonsten brauchst du noch mehr Geld.

In den 60ern gab es noch klassische Limousinen mit Motorhaube bis zum Horizont und einen Kofferraum für die Koffer. Sportwagen waren spartanisch, mechanisch, manuell. Gelenkt wurde mit Kraft. Gebremst wurde mit Kraft. Fahrzeug und Mensch gingen eine Symbiose ein. Die Autos verlangten nicht mit nervigem Gepiepe, dass sich die Einkaufstüte auf dem Beifahrersitz anschnallen soll. Dein Auto hielt dich nicht für einen Trottel, den es bevormunden muss.

Die Sportwagen der 60er kamen nicht aus dem Windkanal und sahen trotzdem im Stehen schneller aus als das, was heute auf den Straßen fährt.

An dieser Stelle möchte ich gern noch ein bisschen, hm – drücken wir es positiv aus – social networken: Wenn du einen frustrierten Familienvater triffst, der Freiheit nur über aggressive Überholmanöver in seinem übermotorisierten Kombi erfährt, sage ihm: „Ich habe eine Botschaft für dich, und sie wird dir nicht gefallen. Noch nie ist durch einen zu großen Motor das, was bei dir zu klein geraten ist, auch nur einen Zentimeter größer geworden.“ Danke, lieber Leser, für deine soziale Intervention.

Kannst du heute einen Klassiker aus den 60ern fahren? Ja, natürlich. Die anderen Autofahrer werden sich freuen, dich zu sehen. Außerdem kannst du dann authentisch diese klassischen Rallyehandschuhe aus Leder anziehen, Du weißt schon, die mit den kultigen runden Löchern.

Möbel: Teak it easy

Trägt der Easy Chair seinen Namen, weil er a) optisch leicht und unaufdringlich ist oder b) ein easy Lebensgefühl vermittelt oder c) wenig wiegt? Die richtige Antwort heißt: dreimal ja.

Bei den Möbeln der frühen 60er Jahre durften die tragenden Materialen in den Vordergrund treten und wurden nicht unter Polster und Stoff versteckt: Teak, ferner Palisander und Kirschbaum, zu Handschmeichlern geformt und eine Freude für das Auge. Das leichte und luftige Design lässt sich hervorragend mit vorherigen Epochen und auch mit moderner Einrichtung kombinieren.

Mit den ausgehenden 60er Jahren wurde Holz wurde durch Plastik ersetzt und Plastik durch Pressspan. Man möchte glauben, Ende der 60er hätten die ersten Controller in der Möbelindustrie Fuß gefasst. Wenn du Controller bist, kauf dir etwas aus Pressspan, alle anderen dürfen zu richtigem Holz greifen.

Technik: Die Grenze liegt hinterm Horizont

1969. Wenn der Mensch auf dem Mond landen konnte, erschien alles möglich. Mit den ersten Fußstapfen auf dem Trabanten wurde der Wettlauf im Weltall zwischen den USA und der Sowjetunion entschieden. Was hältst du von der These, dass diese Demonstration technischer Überlegenheit das Ende des Kalten Krieges einläutete?

Technik zum zweiten: Farbfernsehen. Du schmunzelst? Die Kinder, die in den 60er Jahren geboren wurden, waren die ersten, die mit Fernsehen aufwuchsen. Plötzlich war die visuelle Wahrnehmung nicht mehr auf den Ort beschränkt, in dem man lebte. Mit dem Farbfernsehen, so grell und übertrieben die Farben der damaligen Geräte waren, verlor der Monitor den Abstraktionsgrad des Schwarzweißen und das Tor in die Welt öffnete sich nun scheinbar vollends.

Aber nun brauchen wir noch etwas Technisches, das wir in die Gegenwart herüber retten können: Armbanduhren. Es gibt eine These, wonach Forscher und Entwickler sich nur solange mit einem Produkt beschäftigen, bis es eine Qualität erreicht hat, die sich kaum noch verbessern lässt und dann wenden sie sich einem anderem technischen Konzept zu. So geschehen bei der mechanischen Armbanduhr. Verglichen mit Autos haben Armbanduhren unbestreitbare Vorteile. Sie brauchen keine Garage, sie rosten nicht, nehmen keinen Platz weg und sind im Unterhalt noch anspruchsloser als in der Anschaffung.

Die klassische Armbanduhr aus den frühen 60er Jahren hat ein gewölbtes Glas aus Kunststoff, der Boden ist seitlich angeschnitten, dadurch wirkt sie am Handgelenk optisch sehr flach. Unter dem 3-Zeiger-Ziffernblatt arbeitet ein mechanisches Werk, meist zum Aufziehen: Du wirst zur Mitarbeit aufgefordert! Solltest du dir so eine Uhr anschaffen? Unbedingt.

Musik: yeah yeah yeah!

Müssen wir hier wirklich noch über John, Paul, George und Ringo oder über Mick und seine Band reden? Lassen Sie uns lieber darüber schwadronieren, wie man Musik aus dieser Zeit am besten genießen sollte.

Die Antwort ist einfach: Natürlich auf Vinyl. Wenn du dich ein wenig mit Aufnahmetechnik beschäftigt hast, weißt du, dass ein engagierter Toningenieur die Musik so abmischt, dass sie auf dem Trägermaterial und durch das Aufnahme- und Wiedergabeverfahren besonders gut klingt. E-Gitarre und LP gehören einfach zusammen. Besorg dir sich einen (alten) Plattenspieler und einen Verstärker mit Phonoeingang oder einen separaten Phono-Vorverstärker. Das Ritual, eine LP aus dem Cover und dann aus der Schutzhülle zu nehmen, gibt es halt nicht bei CD oder Download. Damit fällt auch viel Atmosphäre und Vorfreude weg.

Film: visuell und visionär

Drei Filme, die das sich verändernde Lebensgefühl der 60er Jahre gut vermitteln.

Dolce Vita (1960): Sehr elegant. Selbst die Standbilder sind ein Genuss. Die Neubauten der Satellitenstadt wirken im harten italienischen Sommerlicht surrealistisch. Einfach aufs platte Land gestellt, die Stadt wird schon bis dorthin wachsen. Neben der Leichtlebigkeit vermittelt der Film aber auch eine gewisse Dekadenz. Die Hauptfiguren spüren, dass der Zenit dieses Zeitalters sehr bald überschritten sein wird.

Blow Up (1966): Swinging London. Hast du Klischees von Modefotografen? Hier werden alle bedient. Aber halt. Die Story entwickelt sich plötzlich ganz anders. Und dann nochmal anders. Ist das, was die Fotos in der Dunkelkammer zeigen, Realität oder Interpretation? Ist die Geschichte wörtlich so gemeint oder ist es ein Hinweis darauf, dass die Realität durch die Wahrnehmung geformt wird?

Easy Rider (1969): Lebensgefühl pur. Vordergründig drei Freunde auf Motorrädern, die durch Amerika reisen. Hintergründig viel mehr. Der Film erklärt nicht, er kommuniziert über Bilder. Ist Freiheit erfahrbar? Zeigt der Film die Sinnlosigkeit von Intoleranz, Willkür und Gewalt? Schau dir den Film an und entscheide selbst.

Epilog: Das Ende von etwas

Jetzt wird es melancholisch. Leg schon mal eine Familienpackung Taschentücher bereit.

Wird das Frankreich oder das Italien der 60er Jahre wiederkommen? Das war wohl vorbei, als sich Frankreich die Südküste mit Ferienwohnungen zubetonierte. La Grande Motte stand auf dem Schild. Ich stand als kleiner Junge davor. La Grande Merde hatte ein Franzose darüber geschrieben. Mein Vater erklärte mir, was das heißt. Selbst als kleiner Junge verstand ich, dass dies das Ende von etwas war.

Aber ein Film fehlt noch: In „Die Vögel“ von 1963 zeichnet sich ein Unheil in der ländlichen Idylle Amerikas ab. Es kann jeden treffen: Lehrerinnen, Farmer, Schulkinder. Die dargestellte Gewalt dient keinem Zweck, wird nicht erklärt und ist in ihrer Unbegreiflichkeit umso erschreckender. Eine Verständigung ist nicht möglich. Ist die erzählte Geschichte ein Ausblick auf die Gegenwart?

Was können wir aus den 60er Jahren retten, fragten wir eingangs. Suche dir elegante luftige Möbel für dein Zuhause aus. Kleide dich elegant, wenn du Freude daran hast und dir grad danach ist. Erfreue dich an schönen Dingen hoher Qualität und bleibenden Wertes. So etwas darf auch in Würde altern. Halte die ideellen Werte deiner Kultur aufrecht, die dir erhaltenswert erscheinen. Benimm dich respektvoll gegenüber deinen Lebensbegleitern, Kindern, Tieren. Du bekommst es in vielen Fällen zurück.

Die 1960er: 10 Jahre Eleganz

Kein Jahrzehnt brachte so viele Veränderungen und keines war so plötzlich und grundsätzlich verschwunden wie die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die 60er Jahre sind ikonografisch. Das liegt daran, dass Medien, Kunst und Marketing so stark verschmolzen wie nie zuvor. Dadurch sind die 60er Jahre sehr visuell. Jeder hat bei diesem Thema seine eigenen Bilder vor Augen.

Nicht alles war gut. Aber vieles war ziemlich gut. Schauen wir uns das im Einzelnen mal an und überlegen wir, was wir davon in den Alltag der Gegenwart retten können.

Mode: Mit Schirm und Charme

Bis Mitte der 60er Jahre musste das Knie der Dame bedeckt sein, man hielt es angeblich für nicht ästhetisch. Die 60er Jahre machten damit Schluss und benannten die entsprechende Erfindung passenderweise den Minirock.

In den 60er Jahren war jede Sekretärin besser gekleidet als heute eine Prinzessin. Jeder Mann konnte wie ein Gentleman auftreten. Was können wir davon in die Gegenwart herüberretten? Männer haben es einfach, sie können auch heute noch einen Anzug wie ein Gentleman tragen. Die entsprechende Geisteshaltung sollte verinnerlicht werden, sonst wird man dich womöglich fragen, wo du den Anzug entwendet hast.

Und die Damen? Nur Mut, meine Damen!

Autos: Der Tankwart ist mein bester Freund

Du brauchst eine Garage. Du brauchst Geld. Du brauchst einen Automechaniker, der sich mit der Marke auskennt. Ansonsten brauchst du noch mehr Geld.

In den 60ern gab es noch klassische Limousinen mit Motorhaube bis zum Horizont und einen Kofferraum für die Koffer. Sportwagen waren spartanisch, mechanisch, manuell. Gelenkt wurde mit Kraft. Gebremst wurde mit Kraft. Fahrzeug und Mensch gingen eine Symbiose ein. Die Autos verlangten nicht mit nervigem Gepiepe, dass sich die Einkaufstüte auf dem Beifahrersitz anschnallen soll. Dein Auto hielt dich nicht für einen Trottel, den es bevormunden muss.

Die Sportwagen der 60er kamen nicht aus dem Windkanal und sahen trotzdem im Stehen schneller aus als das, was heute auf den Straßen fährt.

An dieser Stelle möchte ich gern noch ein bisschen, hm – drücken wir es positiv aus – social networken: Wenn du einen frustrierten Familienvater triffst, der Freiheit nur über aggressive Überholmanöver in seinem übermotorisierten Kombi erfährt, sage ihm: „Ich habe eine Botschaft für dich, und sie wird dir nicht gefallen. Noch nie ist durch einen zu großen Motor das, was bei dir zu klein geraten ist, auch nur einen Zentimeter größer geworden.“ Danke, lieber Leser, für deine soziale Intervention.

Kannst du heute einen Klassiker aus den 60ern fahren? Ja, natürlich. Die anderen Autofahrer werden sich freuen, dich zu sehen. Außerdem kannst du dann authentisch diese klassischen Rallyehandschuhe aus Leder anziehen, Du weißt schon, die mit den kultigen runden Löchern.

Möbel: Teak it easy

Trägt der Easy Chair seinen Namen, weil er a) optisch leicht und unaufdringlich ist oder b) ein easy Lebensgefühl vermittelt oder c) wenig wiegt? Die richtige Antwort heißt: dreimal ja.

Bei den Möbeln der frühen 60er Jahre durften die tragenden Materialen in den Vordergrund treten und wurden nicht unter Polster und Stoff versteckt: Teak, ferner Palisander und Kirschbaum, zu Handschmeichlern geformt und eine Freude für das Auge. Das leichte und luftige Design lässt sich hervorragend mit vorherigen Epochen und auch mit moderner Einrichtung kombinieren.

Mit den ausgehenden 60er Jahren wurde Holz wurde durch Plastik ersetzt und Plastik durch Pressspan. Man möchte glauben, Ende der 60er hätten die ersten Controller in der Möbelindustrie Fuß gefasst. Wenn du Controller bist, kauf dir etwas aus Pressspan, alle anderen dürfen zu richtigem Holz greifen.

Technik: Die Grenze liegt hinterm Horizont

1969. Wenn der Mensch auf dem Mond landen konnte, erschien alles möglich. Mit den ersten Fußstapfen auf dem Trabanten wurde der Wettlauf im Weltall zwischen den USA und der Sowjetunion entschieden. Was hältst du von der These, dass diese Demonstration technischer Überlegenheit das Ende des Kalten Krieges einläutete?

Technik zum zweiten: Farbfernsehen. Du schmunzelst? Die Kinder, die in den 60er Jahren geboren wurden, waren die ersten, die mit Fernsehen aufwuchsen. Plötzlich war die visuelle Wahrnehmung nicht mehr auf den Ort beschränkt, in dem man lebte. Mit dem Farbfernsehen, so grell und übertrieben die Farben der damaligen Geräte waren, verlor der Monitor den Abstraktionsgrad des Schwarzweißen und das Tor in die Welt öffnete sich nun scheinbar vollends.

Aber nun brauchen wir noch etwas Technisches, das wir in die Gegenwart herüber retten können: Armbanduhren. Es gibt eine These, wonach Forscher und Entwickler sich nur solange mit einem Produkt beschäftigen, bis es eine Qualität erreicht hat, die sich kaum noch verbessern lässt und dann wenden sie sich einem anderem technischen Konzept zu. So geschehen bei der mechanischen Armbanduhr. Verglichen mit Autos haben Armbanduhren unbestreitbare Vorteile. Sie brauchen keine Garage, sie rosten nicht, nehmen keinen Platz weg und sind im Unterhalt noch anspruchsloser als in der Anschaffung.

Die klassische Armbanduhr aus den frühen 60er Jahren hat ein gewölbtes Glas aus Kunststoff, der Boden ist seitlich angeschnitten, dadurch wirkt sie am Handgelenk optisch sehr flach. Unter dem 3-Zeiger-Ziffernblatt arbeitet ein mechanisches Werk, meist zum Aufziehen: Du wirst zur Mitarbeit aufgefordert! Solltest du dir so eine Uhr anschaffen? Unbedingt.

Musik: yeah yeah yeah!

Müssen wir hier wirklich noch über John, Paul, George und Ringo oder über Mick und seine Band reden? Lassen Sie uns lieber darüber schwadronieren, wie man Musik aus dieser Zeit am besten genießen sollte.

Die Antwort ist einfach: Natürlich auf Vinyl. Wenn du dich ein wenig mit Aufnahmetechnik beschäftigt hast, weißt du, dass ein engagierter Toningenieur die Musik so abmischt, dass sie auf dem Trägermaterial und durch das Aufnahme- und Wiedergabeverfahren besonders gut klingt. E-Gitarre und LP gehören einfach zusammen. Besorg dir sich einen (alten) Plattenspieler und einen Verstärker mit Phonoeingang oder einen separaten Phono-Vorverstärker. Das Ritual, eine LP aus dem Cover und dann aus der Schutzhülle zu nehmen, gibt es halt nicht bei CD oder Download. Damit fällt auch viel Atmosphäre und Vorfreude weg.

Film: visuell und visionär

Drei Filme, die das sich verändernde Lebensgefühl der 60er Jahre gut vermitteln.

Dolce Vita (1960): Sehr elegant. Selbst die Standbilder sind ein Genuss. Die Neubauten der Satellitenstadt wirken im harten italienischen Sommerlicht surrealistisch. Einfach aufs platte Land gestellt, die Stadt wird schon bis dorthin wachsen. Neben der Leichtlebigkeit vermittelt der Film aber auch eine gewisse Dekadenz. Die Hauptfiguren spüren, dass der Zenit dieses Zeitalters sehr bald überschritten sein wird.

Blow Up (1966): Swinging London. Hast du Klischees von Modefotografen? Hier werden alle bedient. Aber halt. Die Story entwickelt sich plötzlich ganz anders. Und dann nochmal anders. Ist das, was die Fotos in der Dunkelkammer zeigen, Realität oder Interpretation? Ist die Geschichte wörtlich so gemeint oder ist es ein Hinweis darauf, dass die Realität durch die Wahrnehmung geformt wird?

Easy Rider (1969): Lebensgefühl pur. Vordergründig drei Freunde auf Motorrädern, die durch Amerika reisen. Hintergründig viel mehr. Der Film erklärt nicht, er kommuniziert über Bilder. Ist Freiheit erfahrbar? Zeigt der Film die Sinnlosigkeit von Intoleranz, Willkür und Gewalt? Schau dir den Film an und entscheide selbst.

Epilog: Das Ende von etwas

Jetzt wird es melancholisch. Leg schon mal eine Familienpackung Taschentücher bereit.

Wird das Frankreich oder das Italien der 60er Jahre wiederkommen? Das war wohl vorbei, als sich Frankreich die Südküste mit Ferienwohnungen zubetonierte. La Grande Motte stand auf dem Schild. Ich stand als kleiner Junge davor. La Grande Merde hatte ein Franzose darüber geschrieben. Mein Vater erklärte mir, was das heißt. Selbst als kleiner Junge verstand ich, dass dies das Ende von etwas war.

Aber ein Film fehlt noch: In „Die Vögel“ von 1963 zeichnet sich ein Unheil in der ländlichen Idylle Amerikas ab. Es kann jeden treffen: Lehrerinnen, Farmer, Schulkinder. Die dargestellte Gewalt dient keinem Zweck, wird nicht erklärt und ist in ihrer Unbegreiflichkeit umso erschreckender. Eine Verständigung ist nicht möglich. Ist die erzählte Geschichte ein Ausblick auf die Gegenwart?

Was können wir aus den 60er Jahren retten, fragten wir eingangs. Suche dir elegante luftige Möbel für dein Zuhause aus. Kleide dich elegant, wenn du Freude daran hast und dir grad danach ist. Erfreue dich an schönen Dingen hoher Qualität und bleibenden Wertes. So etwas darf auch in Würde altern. Halte die ideellen Werte deiner Kultur aufrecht, die dir erhaltenswert erscheinen. Benimm dich respektvoll gegenüber deinen Lebensbegleitern, Kindern, Tieren. Du bekommst es in vielen Fällen zurück.